Nachhaltiger Content-Plan statt Digitalsteuer-Überraschung

Content-Plan statt Digitalsteuer-Überraschung

Mit 1. Jänner 2020 trat in Österreich ein Gesetz in Kraft, mit dem eine neue „Digitalsteuer“ geschaffen wurde. Damit sollen v.a. Großunternehmen wie Google, Facebook und Amazon – also die internationalen „Big Player“ der Digitalökonomie – zur Kasse gebeten werden.

Die Idee: Für alle Einnahmen, die Google & Co. mit in Österreich ausgespielter Online-Werbung generieren, soll ein fünfprozentiger Aufschlag für die Staatskassa fällig werden. In Österreich ansässige Unternehmen wären davon ausgenommen. Bei der Gestaltung des Gesetzes werde genau darauf Rücksicht genommen, lautete schon bei der vorangehenden Diskussion das politische Versprechen.

Die Digitalsteuer dürfte bleiben

Was Kritiker vorab befürchteten, scheint sich nun aber tatsächlich zu bewahrheiten: So berichtet der „Standard“, dass zumindest Google bereits Infomails an Ads-Kunden verschickt: Demnach würde die neue Abgabe zur Gänze auf gebuchte (und in Österreich ausgespielte) Werbeanzeigen aufgeschlagen. Ein aus unternehmerischer Sicht nachvollziehbarer Schritt, der aber v.a. für heimische Kunden des Online-Riesen bedeutet: Google Ads werden damit (voraussichtlich ab der zweiten Jahreshälfte) im Preis um fünf Prozent steigen. Es ist weiters anzunehmen, dass andere Anbieter, die von der neuen Steuer betroffen sind, es Google gleichtun werden.

Ein Wettbewerbsnachteil muss österreichischen (bzw. in Österreich werbenden) Firmen daraus zumindest auf lange Sicht nicht zwingend entstehen: Überlegungen zu ähnlichen Steuern auf Online-Werbeformate wälzen auch die Regierungen zahlreicher andere Länder.

Generische Zugriffe werden (wieder) wichtiger

Wann diese Überlegungen in einen jeweils nationalen gesetzlichen Rahmen gegossen werden – oder ob es irgendwann gar eine gemeinsame (zumindest) europäische Lösung geben wird –, ist derweil offen. Jedoch scheint klar, dass die Bedeutung von qualitativ hochwertigen Website-Inhalten mit der geschilderten Entwicklung weiter steigt. Die jüngsten Anpassungen des Google-Algorithmus und von Googles „General Guidelines“ weisen längst den Weg in diese Richtung. Doch künftig könnte der drohende Fünf-Prozent-Aufschlag ein weiteres Argument dafür sein, in eine nachhaltige Content-Strategie und fähige Content-Produzenten zu investieren. Und damit die generischen Zugriffe auf das eigene Online-Angebot zu fördern.

Qualitätscontent als nachhaltige Investition

Natürlich hat auch guter Content seinen Preis. Aber für diese Investition müssen Auftraggeber zumindest keinen überraschenden Steueraufschlag erwarten. Und zudem bleibt das eingekaufte Produkt auch dann noch im Netz stehen, wenn man – egal ob geplant oder aufgrund plötzlicher Versteuerung – aufgehört hat, Geld „nachzuwerfen“. Eine gute Content-Strategie ist auch für Jobboards besonders wichtig. Mit unserem Content as a Service Angebot unterstützen wir daher auch zahlreiche unserer Kunden bei der Planung, Erstellung und Optimierung von qualitativ hochwertigem Content.

Foto: Joost Crop/Unsplash.com

Bernhard Madlener

Bernhard ist Senior Enterprise Journalist bei Jobiqo. Er koordiniert das Content-Service für unsere Kunden und kümmert sich um die Medienarbeit.

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