Google-Suche belohnt Authentizität

Google gönnt sich keine Pause. Bereits im Frühjahr 2019 rollte der Suchmaschinen-Gigant zwei große Updates für den Such-Algorithmus aus. Seit Ende Oktober sind nun die Auswirkungen des jüngsten Updates „BERT“ zu beobachten. Zumindest für englischsprachige Suchanfragen.

BERT steht abkürzend für „Bidirectional Encoder Representations from Transformers“. Für den Google-Algorithmus ist das Update ein Riesenschritt: „Der größte Sprung nach vorne innerhalb der vergangenen fünf Jahre“, liest man auf Googles eigenem (englischsprachigen) Blog.

Qualität und Relevanz der Suche steigt

Bislang erfasste der Algorithmus die Wörter in der eingetippten Reihenfolge. Nun aber kann BERT die Such-Phrasen bzw. Sätze oder Fragen auf eine neue Weise interpretieren, weil der neue Algorithmus in der Lage sei, ganz neue Zusammenhänge herzustellen: Jedes Wort wird nun abgeglichen mit dem, was davor und danach kommt. Dies könnte insbesondere für Anfragen relevant sein, die etwa eine Negation enthalten, oder auch für die Suche nach Ausnahmen von Gewohnheiten bzw. üblichen Abläufen. Mit seiner neuen Interpretationsweise kommt BERT dem deutlich näher, was Google-Nutzer tatsächlich suchen. Entsprechend verbessert sich die Qualität und Relevanz der Suchergebnisse massiv. So lautet Googles Versprechen.

Authentischer Content hat die Nase vorn

Die nun im englischen Sprachraum gesammelten Erfahrungen werden bald auf andere Sprachen ausgeweitet. Der Google-Blog stellt etwa signifikante Verbesserungen für Koreanisch, Hindi und Portugiesisch in Aussicht. Konkret an die User der Online-Suche gerichtet, heißt das: Man darf sich darauf einstellen, dass sich diese künftig „natürlicher“ anfühlt. Sprich: Man probiert viel weniger herum, muss seine Suchanfragen weniger variieren, um zu brauchbaren Ergebnissen zu kommen. Umkehrschluss: Auch die Content-Erstellung wird weniger „technisch“.

Damit steigt auch die Bedeutung eines guten Schreibstils, weil authentischer Qualitäts-Content in Zukunft (noch) besser als mit Keywords vollgestopfte und strategisch optimierte Texte rankt. Diese Entwicklung war schon länger absehbar und kommt uns auch bei Jobiqo entgegen: Denn wir haben immer schon Wert darauf gelegt, Texte für unser Kunden nicht unnötig bzw. „künstlich“ zu optimieren. Auch wies Google bereits mit den vorhergehenden Algorithmus-Updates in diese Richtung.

Bis BERT von Google vollständig und für alle Sprachen implementiert wurde, wird es noch dauern. Darauf vorbereiten kann und sollte man sich ab sofort. Denn schließlich ist auch weiterhin relevant, wie lange ein als hochwertig eingestufter Inhalt bereits online steht. Und wie hoch der Anteil hochwertiger Texte am Gesamtinhalt einer Website ist.

Foto: Paul Green/Unsplash

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Verfasst von:

Bernhard Madlener

Bernhard ist Senior Enterprise Journalist bei Jobiqo. Er koordiniert das Content-Service für unsere Kunden und kümmert sich um die Medienarbeit.

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