Magazin „Brutkasten“ setzt auf Jobiqo

Das Innovations- und Wirtschaftsmedium „Der Brutkasten“ fährt mit Print und Online, mit Text, Video, Podcast, Social Media und Events eine umfassende Multi-channel-Strategie. Nun brachte die in Wien ansässige Redaktion mit jobs.derbrutkasten.com auch eine neue Jobbörse auf den Markt, die sich speziell an die Startup- und Innovationsszene wendet. Geschäftsführer Dejan Jovicevic ist sicher, mit diesem Gesamt-Mix einen zukunftssicheren Journalismus zu etablieren.

Gegründet wurde „Der Brutkasten“ Ende 2014 als Online-Magazin. 2015 gab es eine erste Print-Ausgabe, die ab dann vierteljährlich den im Styria Verlag erscheinenden Tageszeitungen „Die Presse“ und „Wirtschaftsblatt“ (mittlerweile eingestellt) beilag. Nach der erfolgreichen Etablierung des Magazins bei seiner Zielgruppe – junge GründerInnen, innovative Corporates und Investoren sowie generell an der Digitalisierung interessierte Menschen – wagte der Mitgründer Dejan Jovicevic den großen Schritt vom Intrapreneur zum Entrepreneur: Er übernahm das Magazin von Styria im Rahmen eines Management-Buyouts im Mai 2017. Der Brutkasten wurde damit selbst zum Startup – und segelte weiter auf Erfolgskurs.

Neben der in beeindruckender Frequenz mit redaktionellen Texten, (Live-) Videos und mittlerweile auch einem Podcast („brutcast“) bespielten Website erscheint weiterhin zwei Mal im Jahr eine gedruckte Version. „Print ist nach wie vor ein wichtiger Vertriebskanal für Medien im Special Interest-Bereich“, stellt Gründer und Geschäftsführer Jovicevic fest. Nach einer längeren Periode von „Digital first“ sehe er aktuell eine „Aufbruchstimmung“ in Richtung „Multi-channel first“. User wollen „jederzeit und überall Nachrichten bzw. Informationen konsumieren können“. Gleichzeitig nehme man sich mit der Lektüre gedruckter Inhalte wieder „bewusst Zeit und verleiht den Artikeln dadurch automatisch einen höheren Stellenwert“. Aus diesem Grund „setzen wir den Fokus auf multimediale Erlebnisse: Nebst Digital, Video, Podcast, Social Media und Print veranstalten wir knapp 25 Events pro Jahr“.

Stellenmarkt für das 21. Jahrhundert

Um gegenüber der Konkurrenz im Internet zu bestehen, müssten die Verlage ständig „neue Arten der Finanzierung finden und ihre Erlösquellen breit streuen“. Etwa, in dem umsatzstarke Erfolgsmodelle aus früheren Zeiten – wie z.B. der Stellenmarkt – ins digitale Zeitalter überführt werden.
Bereits Mitte 2017, also direkt nach dem Buyout des Brutkasten, wurden Versuche in Richtung eines Online-Stellenmarkts unternommen. Das kam sowohl bei den Usern als auch bei den Dienstgebern gut an. Bestätigung brachte zudem eine Umfrage, wonach „weder Job-Suchende noch Recruiter im Bereich Innovation und Digitale Wirtschaft“ mit dem Angebot zufrieden waren. Das Fazit des Brutkasten-Teams: „Wir bauen ein eigenständiges Produkt, kombinieren es mit unserer Expertise im Bereich Startups, smarte Brands und Digitale Wirtschaft, und schaffen damit eine neue, an die Bedürfnisse des Marktes angepasste Job-Plattform.“

Die Nische als Chance

Deren Umsetzung folgte dem Motto „Weniger ist mehr!“, wie Paul Zogmann, der zuständige Produktmanger, erklärt: „Unsere Anforderungen waren unter anderem eine intuitive Benutzeroberfläche, eine optimierte SEO-Seitenstruktur und ein starker Fokus auf Employer Branding – gepaart mit unserem multimedialen Content, den wir als ‚Der Brutkasten‘ tagtäglich mit größter Hingabe produzieren.“ Der Einsatz von „State of the Art-Technologie“ und der Anspruch einer ständigen technologischen Weiterentwicklung der Job-Plattform „verstehen sich dabei von selbst“, so Zogmann.

Die Nische der Startups als Dienstgeber, die jobs.derbrutkasten.com bedient, entpuppte sich dabei als Vorteil gegenüber etablierten Jobboards. „Um in einem Startup oder grundsätzlich einem innovationsgetriebenen Unternehmen zu arbeiten, muss man ein ausgeprägtes Growth-Mindset mitbringen“, ist Jovicevic sicher. Die neue Plattform spreche genau die Menschen an, die über dieses Mindset verfügen. Zudem diene sie dem Aufbau einer Community und sei mit einer eigenen Gründer-Förderung verbunden: „Um gerade die unternehmerische Anfangsphase zu unterstützen, haben wir uns dazu entschieden, für Startups, die jünger als zwei Jahre sind und noch nicht mehr als eine halbe Million Euro an Finanzierung bekommen haben, ein kostenloses Startup-Paket zur Verfügung zu stellen.“ Dieses beinhaltet laut dem Geschäftsführer eine unlimitierte Zahl an kostenlosen Stellenanzeigen für ein Jahr sowie die ebenfalls kostenlose Benutzung des integrierten Recruiting-Tools.

„Die beste Ära für den Journalismus“

Für die technische Umsetzung holte der Brutkasten mit dem international tätigen Wiener IT-Unternehmen Jobiqo den idealen Partner ins Boot. „Es war für uns wichtig eine Lösung zu finden, mit der wir sehr schnell auf den Markt gehen können, und die uns gleichzeitig mit umfassender Funktionalität überzeugt“, holt Zogmann aus. Die flexible White Label-Solution von Jobiqo glänze durch User Experience, umfangreiche SEO-Werkzeuge, das bereits erwähnte Recruiting-Tool, eine intelligente Matching-Technologie und nicht zuletzt die zuverlässige Implementierung der Datenschutz-Grundverordnung. Letztendlich habe bei der Entscheidung für den Dienstleister aber auch „der unternehmerische Geist, der Zug zum Tor, die Vision und die Service-Orientierung des Jobiqo-Teams“ gezählt.

Dass die solchen Services zugrunde liegenden Algorithmen in der öffentlichen Diskussion und auch in der Medienbranche zuletzt nicht immer gut wegkamen, ist dem Brutkasten-Team bewusst. Dabei liege genau in der Digitalisierung und Automatisierung die Zukunft der redaktionellen Arbeit. Jovicevic: „Wir sind davon überzeugt, dass wir in der besten Ära für den Journalismus leben. Die Technologie bietet uns so viele Vertriebskanäle wie nie zuvor. Wir können sehr kundenzentriert und maßgeschneidert agieren und unsere Zielgruppe perfekt bedienen, unsere Produkte sogar mit ihr gemeinsam entwickeln.“ Dem qualitativ hochwertigen Journalismus stünden in diesem Sinn gar erst „die besten Zeiten bevor“.

Klar sei, dass sich Aufgaben und Rollenprofile mit der fortschreitenden technologischen Entwicklung verändern. Und das sei gut, denn: „Ich will nicht, dass meine Kolleginnen und Kollegen stundenlang ein Interview transkribieren, das soll ja die Technologie machen. Sie sollen ihre Themenexpertise aufbauen, komplexe Zusammenhänge verständlich erklären, mit den Lesern, Usern und Besuchern interagieren und neue, innovative Produkte bauen bzw. an den hintergründigen Storys und Analysen arbeiten. Ich bin froh um jede Stunde Arbeit, die uns die Technologie abnehmen wird, weil wir dann unsere menschlichen Potentiale viel wertvoller einsetzen können. Was es dafür braucht ist aber natürlich ein entsprechendes, offenes Mindset.“ Und so schließt Jovicevic: „Angst war dabei noch nie ein guter Ratgeber.“

Der Artikel ist im Februar 2019 in der Printausgabe des PreMedia-Newsletter erschienen.

Verfasst von:

Bernhard Madlener

Bernhard ist Senior Enterprise Journalist bei Jobiqo. Er koordiniert das Content-Service für unsere Kunden und kümmert sich um die Medienarbeit.

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