benevol-jobs.ch: Im Sinne der Freiwilligkeit

benevol engagiert sich seit rund 20 Jahren für die Freiwilligenarbeit in der Schweiz. Zuerst mit regionalen Fachstellen in einzelnen Kantonen, seit 2002 als Verein organisiert über den bundesweiten Dachverband benevol Schweiz. In diesem Rahmen setzen sich zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das ehrenamtliche Tun ein und helfen gemeinnützigen Organisationen bzw. Vereinen sowie interessierten HelferInnen dabei, einander zu finden. Die Technologie dafür liefert Jobiqo.

In den Anfangstagen habe alles auf Excel-Listen basiert, mit denen suchende Organisationen einerseits und interessierte Freiwillige andererseits verwaltet wurden. „Das Matching haben dann unsere Mitarbeitenden händisch gemacht“, erklärt Gudrun Berger, die seit 2015 für benevol St. Gallen arbeitet. Schon lange davor, ab 2004, dachte man in der Fachstelle St. Gallen über eine Digitalisierung dieser Vermittlungstätigkeit nach und baute dort schließlich eine erste eigene Online-Plattform auf. Diese sei 2011 durch eine neuere Technik abgelöst und dann nach und nach von allen benevol-Fachstellen übernommen worden.

Gewappnet für Ausnahmesituationen

Für alle Beteiligten – die Mitarbeitenden, die suchenden Organisationen und die Freiwilligen – wurden die Abläufe dadurch vereinfacht. Dennoch war diese Lösung noch nicht der Weisheit letzter Schluss: Die Ehrenamts-Anwärter konnten sich zwar eigenständig registrieren und ihren Willen zum gesellschaftlichen Engagement bekunden. Jedoch konnten die Vereine selbst nicht aktiv nach Freiwilligen suchen, sondern mussten sich mit dem regelmäßigen Blick der Fachstellen in die neu angelegten Profile zufriedengeben. Die große Flüchtlingsbewegung im Jahr 2015/2016 und der plötzlich rasch steigende Bedarf an Freiwilligen führte den benevol-Fachstellen dann auch die technologischen Grenzen vor Augen: Die Menge der User-Zugriffe war einige Zeit lang kaum mehr zu bewältigen.

„Wir haben uns dann einige Anbieter angesehen“, so Berger, „und schließlich von einer Zürcher IT-Firma die Empfehlung für ein österreichisches Unternehmen bekommen: die Jobiqo GmbH in Wien.“ Worauf die Verantwortlichen bei benevol erst Mal auf Distanz gingen, da man unbedingt eine schweizerische Lösung wollte. Nicht zuletzt auch, um einen Ansprechpartner in der Nähe zu haben. Es stellte sich aber heraus: „Jobiqo war das einzige Unternehmen, das in diesem Nischensegment Erfahrung hatte.“

Beeindruckende Entwicklung

Befürchtungen gab es also einige, bestätigt habe sich jedoch „keine davon“. Nachdem die Gespräche für den Relaunch von benevol-jobs.ch mit Jobiqo aufgenommen wurden, kam es im Februar 2017 zum Vertragsabschluss. Ab dann ging es rasch: In wenigen Wochen passten die IT-Profis ihre erfolgreiche Jobbörsen-Software an die Bedürfnisse von benevol-jobs.ch an. Und überzeugte den neuen Kunden von Anfang an: „Es hat alles so funktioniert, wie wir es wollten – und der Launch erfolgte im Jänner 2018 auf die Minute pünktlich“, zeigt sich Berger mehr als zufrieden.

Gudrun Berger hat das Relaunch-Projekt für benevol-jobs.ch gemanagt. / (c) privat

Vor dem Relaunch gab es eine Datenbereinigung um Mehrfach-Profile und Karteileichen, wonach die Zahl der aktiven Freiwilligen in der Datenbank von 13.000 auf 9.000 sank. Auf dieser Basis zeigt sich das benevol-Team nun geradezu begeistert: „Bis Ende Oktober haben sich im laufenden Jahr bereits 3.846 neue Freiwillige registriert.“ Das ist ein Zuwachs von mehr als 50 Prozent gegenüber dem gesamten Jahr 2017. Und auch angesichts des bisherigen Rekordjahrs 2016 beeindruckt der Wert: Damals hatten sich – nicht zuletzt im Zuge der Flüchtlingsbewegung – 2.963 Schweizerinnen und Schweizer für eine ehrenamtliche Tätigkeit auf benevol-jobs.ch registriert.

Mehr Zugriffe, mehr Vermittlungen, bessere Sichtbarkeit

Diese positive Entwicklung zieht sich durch alle relevanten Bereiche: Die Absprungrate der Website-Besucher ist spürbar gesunken, die vor dem Neustart ebenfalls bereinigte Zahl der Freiwilligen-Organisationen nähert sich mit 2.473 ihrem einstmaligen Höchstwert an und die Anzahl der Bewerbungen „ist ohne unser weiteres Zutun massiv gestiegen“: von 741 im ganzen Jahr 2017 auf mehr als 2.500 in den vergangenen zehn Monaten. Dies bei einer Steigerung der Seitenzugriffe um mehr als ein Drittel gegenüber 2017 – auf 1,36 Millionen – allein schon bis Ende Oktober 2018.

Aus Bergers Sicht bestätigen die User damit, was auch die Mitarbeitenden der benevol-Fachstellen ihr zurückmelden: Jobiqo hat benevol-jobs.ch eine enorme Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit und eine signifikante Steigerung der Sichtbarkeit im Internet gebracht. Die Zugangshürden sind niedrig, das System ist für die Angehörigen jeder Zielgruppe einfach und intuitiv zu bedienen. Insbesondere die inserierenden Kunden zeigen sich erfreut, dass auf der renommierten Plattform nun „aktiv nach den passenden Freiwilligen gesucht werden kann“. Über all dem stieg auch die Datenqualität der registrierten User: „Die Leute, die es mit dem ehrenamtlichen Engagement ernst meinen, übermitteln auch alle notwendigen Daten und laden ihr Foto hoch“, freut sich Berger.

Vor diesem Hintergrund erhielt benevol-jobs.ch nun auch innerhalb der benevol-Fachstellen mehr Bedeutung. Mit Jahresende 2018 übernahm der Dachverband benevol Schweiz die Vermittlungsplattform vom bisherigen Betreiber benevol St. Gallen.

Fotos: benevol-jobs.ch/Chris Mansfield (1), privat (1)

Verfasst von:

Bernhard Madlener

Bernhard ist Senior Enterprise Journalist bei Jobiqo. Er koordiniert das Content-Service für unsere Kunden und kümmert sich um die Medienarbeit.

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